In der Ortschaft Bühne wächst der Widerstand gegen ein geplantes Repowering‑Projekt für zwei bestehende Windkraftanlagen. Nach derzeitigen Informationen beabsichtigt der Betreiber, die Rechte der Altanlagen an einen Projektierer zu veräußern. Dieser könnte innerhalb eines definierten Radius neue, deutlich größere Anlagen errichten und im Gegenzug die alten rückbauen.
Das sogenannte Repowering wurde von der vorherigen Bundesregierung als „superprivilegiert“ eingestuft. Damit entfallen bisher gültige Mindestabstände von 1.000 Metern zur Wohnbebauung. Gleichzeitig erlaubt die neue Regelung den Bau erheblich höherer Anlagen – häufig ohne nennenswerte Einflussmöglichkeiten für die betroffene Bevölkerung.
Die Bürgerinitiative „Gegenwind Heimat Hoher Berg“ hat erfahren, dass zwei neue Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von jeweils rund 250 Metern in südwestlicher Richtung vor Bühne geplant sind – genau in der Hauptwindrichtung. Besonders brisant: Eine der Anlagen soll nur etwa 720 Meter vom ansteigenden Siedlungsbereich entfernt liegen. Die Initiative warnt vor deutlichen Beeinträchtigungen der Lebensqualität, unter anderem durch:
- dauerhafte Lärmbelastung aus der Hauptwindrichtung
- massive optische Dominanz im Landschaftsbild
- Schattenschlag über Wohnhäuser und Gärten
- spürbare Einschränkungen der Lebensqualität
Um die Stimmung in der Bevölkerung einzufangen, wurden in den vergangenen Wochen Informationsflyer verteilt und Unterschriften gesammelt. Das unter dem Titel „Bürgerbegehren gegen das Repowering-Projekt“ durchgeführte Votum erzielte 421 Unterschriften – rund 50 Prozent der erwachsenen Einwohner Bühnes.
Dieses Ergebnis zeigt deutlich, wie hoch die Ablehnung gegenüber den geplanten neuen Anlagen ist.
Die Diskussion um das Vorhaben dürfte daher weiter an Intensität gewinnen. Zum Schutz der Bevölkerung setzt sich die Bürgerinitiative „Gegenwind Heimat Hoher Berg“ derzeit intensiv mit der Thematik auseinander, prüft mögliche Handlungsoptionen zur Verhinderung des Projekts und führt bereits Gespräche mit verantwortlichen politischen Entscheidungsträgern.
